In diesem Grabe ist begraben
Herr Johannes Christoph Grabe
Weiland vornehmer Kaufmann und Holzhändler.
So gebohren zu Sorau in Mecklenburg d. 22.May 1651.
Gewohnt ehelich und häusslich bissher in der Stadt Hamburg.
Gestorben aber bey Abwartung seines Berufs in Bötzow
29 Meylen von der Stadt und Feste Spandau d.20.Martiy 1716
Alwo erauch in beyseyn seiner beyden jüngsten Sohnen
Otto Belchior und Christoph Graber.
Mit einer Abdankung und Leidhenpredigt Christ gebührlich
aus II.Tim IV 7 Ich habe einen guten Kampf gekämpft etc.
Von Herrn Luk. Hieronymussen Predigern in Bötzow und Schönwalde
dem Leybe nach zur Erden Bestättet.
Dessen Hinterbliebenen Frau Wittibe, Frau Elsabet Graber
Gebohrene Suhren und hinterlassenen Kindern,
die diesen Gedächtniss-Stein ihren seligen Mann und Vater
Schuldigstermassen Legen lassen und auch hier der Selige noch
Nachruffet:
Ich Graber, werde zwar am Fremden Ort Begraben
Doch eben hie auch muss die Erd des Herrn mich haben.
Mein meistes Graben war nicht nach dem Schatz der Welt
Mein Suchen Jesus war in Jenen Himmels Zelt.
Ihr Lieben grabet nach, die Ihr mich lasst begraben
so werdet Ihr mit mir den besten Schatz dort haben
Indessen sei mit Euch mein Jesus für und für
Biss er uns führen wird auch aus des Grabes Thür.